Ein kleines Lebenszeichen…

Ja hallo, es gibt mich noch, bin weder Corona noch anderem Unbill zum Opfer gefallen. Das besagte große C hat nur meinen guten Vorsätzen (nicht nur) in Sachen Blogpflege ein Bein gestellt, um sie danach im Wannsee zu ersäufen. Bin schon froh, mir in den letzten Monaten wenigstens nicht den Abnehmerfolg der letzten drei Jahre versaut zu haben!

Was auch daran liegen dürfte, dass ich im März dem Berliner Horrorverkehr zum Trotz unter die Radler gegangen bin, um nicht weiterhin meinen Arbeitsweg in öffentlichen Verkehrsmitteln unter Anwesenheit des viel zu hohen Anteils ignoranter %!#*& verbringen zu müssen. Gestatten: das ist Mortimer. Günstiger 0815-Drahtesel, der mich aber zuverlässig durch die große Stadt trägt, ohne mich zu ärgern.

Mortimer, der Furchtlose

Ansonsten perfektioniere ich meine Fähigkeiten als Einsiedlerin, bis zum Ende des Jahres dürfte ich in dieser Disziplin den schwarzen Gürtel erlangt haben. Ich hab mehrere Jahrzehnte für diese Situation trainiert, das fällt mir also nicht mal schwer…


Die Zeichnerei liegt auch brach, an der Front gibt’s also ebenfalls nichts Neues zu vermelden, und seit der ganze Mist angefangen hat, hab ich gerade mal ein einziges Buch zuende gelesen. Und das erst vor Kurzem, Julius Fischers Ich hasse Menschen: eine Abschweifung. Eine sehr unterhaltsame und passende Lektüre, ich möchte dem Autor ein Bier spendieren und dabei „Oh mein Gott endlich versteht mich jemand!!11!!“ zurufen. Ganz besonders gelungen fand ich die Figur des schrecklich unausweichlichen Möhrenmanns, das geradezu apokalyptische Sinnbild für all die an den Nerven zerrenden Mitmenschen, denen man im öffentlichen Raum begegnet, ohne ihnen ausweichen zu können (ÖPNV!). Endlich, endlich habe ich eine griffige Bezeichnung für diese ganz besondere Spezies Mensch aus den finstersten Untiefen der Hölle!

Wie lange ich brauchen werde, um die aktuelle Lektüre Hive von Tim Curran zu beenden, steht in den Sternen. Oder den Eiskristallen, handelt es sich ja um eine Art inoffizieller Fortsetzung von H. P. Lovecrafts At The Mountains Of Madness, trotzdem mir das Original nicht wirklich gefallen konnte. Ja ja, ich weiß, Blasphemie, aber nur weil das große Schild KLASSIKER dranpappt, werde ich nicht automatisch über langatmigen Schwurbel ohne Ende hinwegsehen!


Immerhin hab ich dieses Jahr nun auch die Liebe zur guten alten Schallplatte wiederentdeckt, und mir nach rund 20 Jahren wieder einen Plattenspieler zugelegt. Und da normal langweilig ist und ich das Gerät zum Schnäppchenpreis erlegen konnte, wurde es ein dezent exzentrisches Modell von Pro-Ject, das aber alles andere als ein Spielzeug ist. Klingt ausgesprochen gut und zieht nicht mal so viel Staub, wie man vermuten würde. Ich bin verliebt, immer noch. *hachz*

Wieder eine Möglichkeit mehr, nicht vorhandenes Kleingeld zu versenken, aber zum Glück hab ich noch genug Altvinyl aus alten Sammlerzeiten übrig, das ich geschickterweise nicht verscherbelt hab, um nicht allzu hektisch das kleine Regal auffüllen zu müssen. Es gibt so schon viel zu viel schwarzes und buntes Plastik, an dem ich nicht oder nur unter Schmerzen vorbei komme…

Das war’s dann auch schon. Haltet die Ohren steif, bleibt gesund, und vielleicht schaffe ich dieses Jahr noch einen weiteren Eintrag im Blog. Schaunmermal. Und nicht vergessen:

5 Kommentare zu „Ein kleines Lebenszeichen…

  1. Wowow fancy Plattenspieler! :D Und Mortimer natürlich auch. Ich weiß nicht mal mehr, ob ich noch Fahrrad fahren kann… ich laufe derzeit viel, wenn ich nicht in den ÖPNV steigen will. Das dauert … aber beim meisten was ich zu erledigen habe geht’s

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