Jaws | Peter Benchley (1974)

Sharks have everything a scientist dreams of. They’re beautiful – God, how beautiful they are! They’re like an impossibly perfect piece of machinery. They’re as graceful as any bird. They’re as mysterious as any animal on earth.

Ich mag Haie. Steven Spielbergs Der weiße Hai hat sicherlich einen nicht geringen Anteil an meiner Faszination für diese urtümlichen und respekteinflößenden Tiere, da war es nur logisch, dass ich irgendwann auch bei der literarischen Vorlage für diesen Film landen würde.

Die Story ist größtenteils identisch mit der Verfilmung  (Hai frisst Einheimische und Badegäste; Sheriff darf nicht so durchgreifen, wie er möchte; Sheriff und Co. legen sich final mit dem Hai an), es gesellt sich hauptsächlich nur ein wenig Beziehungstrallafitti bei den Brodys und mehr Hintergrundwissen um den Bürgermeister und seine nicht unbedingt dem Gemeinwohl geschuldeten Gründe für das Beharren auf Öffnung der Strände hinzu.

Ja lohnt es sich dann überhaupt, dieses Buch zu lesen?

Ich sag mal vorsichtig: ja. Vorausgesetzt, man hat ein Herz für schnörkellos auf die nächste Konfrontation zuschreibende Texte, die sich nicht lange mit ausufernden Charakterisierungen der Protagonisten aufhalten, und aus heutiger Sicht auch keine Preise der zuständigen Gleichstellungsbeauftragten erhalten würden. Dann macht der Papierhai aber durchaus Spaß.

‘I’ll tell you what, Hooper. At this point, if someone came in here and said he was Superman and he could piss that shark away from here, I’d say fine and dandy. I’d even hold his dick for him.’

Zwischen Sheriff Brody, dem Biologen Hooper und Seebär Quint stehen in der zweiten Hälfte des Buchs vor allem Mißtrauen, Arroganz und Feindseligkeit im Weg herum, was auch auf dem Papier bestens zur Spannungserzeugung funktioniert. Zum Sympathieträger taugt keiner dieser Herrschaften, aber das vermisse ich auch nicht. Drei Arschkrampen in einem Boot wissen durchaus, wie man den Leser unterhaltsam an die Lektüre fesselt! Und der bedrohlich durchs Wasser schleichende Hai sorgt für den Rest…

Von mir für kurzweilige Lesestunden mit Fischbeilage: 

Bewertung: 3 von 5.

Titel: Jaws
Autor: Peter Benchley
Erstveröffentlichung: 1974
Genre: Horror
Format: eBook
Umfang: ca. 340 Seiten

2 Kommentare zu „Jaws | Peter Benchley (1974)

  1. Ich wollte das Buch unbedingt lesen, als ich das letzte Mal auf Urlaub in Irland war. Hab es aber dort nicht so schnell auftreiben können.

    Kurz, nachdem ich wieder zu Hause war, hab ich es dann gelesen – und war (trotz der von Dir auch beschriebenen Schnörkellosigkeit und auch nur gedanklich) sofort wieder am Meer. Allerdings zum ersten Mal in den 1970ern. :D

    Gefällt 1 Person

    1. Mich hat es gedanklich leider nur in den (absolut großartigen) Film transportiert, aber da lass ich mich ja gerne mit Strandtuch und Kaltgetränk nieder :D

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