Steve Martin | Dentist!

Ich gestehe, ich gehöre zu den Schisshasen, denen vor jedem Zahnarztbesuch der Hintern auf Grundeis geht, das Herz zum Hosenbein herausrutscht, und der angeborene Fluchtreflex mit harten Drogen ausgeschaltet werden muss.

Das ändert aber nix daran, dass Steve Martins sadistischer und singender Zahnarzt in Little Shop of Horrors in meinen Augen zu den Highlights des komischen Horrors gehört, der Mann hat für diese Rolle eindeutig heftigst am Lachgas geschnüffelt. Wenn nach der Singerei dann noch Bill Murray als masochistischer Patient dazustößt (das Video lauert unterhalb der Lyrics), geht zumindest bei mir die das hysterische Lachkreischen los. Ich kann da nix gegen machen, ehrlich.

When I was young and just a bad little kid
My momma noticed funny things I did
Like shootin‘ puppies with a B B gun
I’d poison guppies, and when I was done
I’d find a pussy cat and bash its head
That’s when my momma said
(What did she say?)
She said „My boy, I think someday
You’ll find a way to make your natural tendencies pay“


You’ll be a dentist
You have a talent for causing things pain
Son, be a dentist
People will pay you to be inhumane
Your temperament’s wrong for the priesthood
And teaching would suit you still less
Son, be a dentist you’ll be a success

Und zum Nachtisch Bill Murray vs. Steve Martin, in all seinem gloriosen Wahnsinn… ❤

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Die 5 besten Monster

Passend zum „Horrormonat“ Oktober fragt Gorana in der ergothek nach den fünf besten Monstern, und da muss ich für eine Antwort nicht mal besonders lange überlegen.

Ja ja, ich weiß, ist doch schon Sonntag, hat lang genug gedauert, etc., aber bei mir ticken die Uhren nun mal etwas anders. Streß is hier nicht. Jetzt aber zur Liste, mit meinem blümeranten Lieblingsmonster an der Spitze. Keine andere Horrorkreatur ist so gut bei Stimme!

Da ich mir nicht verkneifen konnte, GIFs einzusetzen, gibt es die volle Ladung nur auf Knopfdruck…

hier draufkloppen

Der perfekte Snackautomat

Snackautomaten und Bahnhöfe gehören untrennbar zusammen, das weiß jeder. Wenn die Bahn zu magenknurrender Unzeit mal wieder auf sich warten lässt, weil sie vor einem defekten Signal oder im Stau hinter einem liegengebliebenen Zug steht, können sie kurzfristig sogar durchaus den Status lebensrettender Maschinen erlangen. 

Und das kann gesteigert werden: im U-Bahnhof Alexanderplatz in Berlin kann einem sogar im Falle akut gelangweilten Hirnknurrens geholfen werden!

Das Foto ist 2014 oder 2015 entstanden, da muss ich bei Gelegenheit wohl mal nachschauen, ob dieses gelbe Maschinchen wirklich noch seinen Dienst als analoges Gegenstück zum jederzeit befüllbaren E-Reader versieht. Wäre schade, wenn dem nicht so wäre!

Wieder mal alles umgebaut…

…und diesmal sogar eine neue URL über den Blog genagelt!

Die Couchkartoffelchips sind abgestanden und pappig geworden, ich wage mit der Ausrichtung auf überwiegend horriblen Lesestoff einen letzten Versuch, die gefühlt tausend Ideen in meinem Hirn in die Tastatur fließen zu lassen. Raus wollen sie ja, die Ideen und Gedanken, aber die Verschriftlichung stellt sich immer wieder als fiese Hürde dar.

Wenn das jetzt wieder versandet, geb ich endgültig auf und begnüge mich damit, meinen Kollegen im Büro mit meinen ungefragt abgesonderten Ansichten zu Büchern, Filmen und Serien auf den Keks zu gehen. Irgendwo muss es raus, und die können mir nicht weglaufen… *harhar*

Jinxed | Thommy Hutson (2018)

Jinxed Cover Art
eBook, ca. 249 Seiten, Englisch

Eine literarische Hommage an den guten alten Teenie-Slasher-Film soll das hier also sein. Nach nicht einmal einem Viertel der Story geb ich altes Weib allerdings maximal genervt auf.

Acht gute Gründe, dieses Buch abzubrechen:

  1. Sämtliches Personal im Buch ist sackdämlich und unsympathisch und kann gar nicht schnell und blutig genug sterben.
  2. „The stranger rushed toward Sydney, frighteningly fast. Shocked and confused, she felt their fist connect with her throat, hard.“
  3. The stranger pulled a polished silver blade from under their dark overcoat.“
  4. „It connected with the stranger’s chest and sent them staggering back toward the door.“
  5. The assailant fell hard onto their ass, and the knife slipped from their hand.“
  6. The stranger’s hold loosened in surprise. Sydney elbowed backwards, catching them in the gut. She felt a rush of breath on her neck, then they grabbed her again, threw her to the floor.“
  7. They pulled out the knife.“
  8. She charged with the metal-tipped canopy, nearly jabbing them, but they avoided the thrust.“

Ja leck THEM at ze Kappeschild, so eine gequirlte „neuenglische“ Kackgrammatik kann ich nicht lesen, ohne Seemannsknoten in die Hirnwindungen geklöppelt zu kriegen! Mir ist vollkommen wurscht, ob das rein technisch so korrekt ist oder nicht, lesbar ist es auf keinen Fall. Und weiß FSM nicht üblich, nach ein paar hundert Büchern im englischen O-Ton (mit ganzen Armeen angriffslustiger Unbekannter) kann mir keiner was anderes erzählen.

Sollte dieser Blödsinn (und ähnliche Sprachkapriolen) zum Standard werden, les ich irgendwann halt nur noch Stoff mit steigendem Mindestalter auf dem Buckel. Aus den guten alten Zeiten, als ein Autor für so ein sprachlich verhunztes Manuskript vom Lektor Prügel angeboten bekommen hätte.

Insgesamt muss ich zu dem ernüchternden Schluss kommen, dass Thommy Hutson schlicht nicht schreiben kann. Oder ich werd doch so langsam zu alt für den Scheiß…

★☆☆☆☆

Underworld & Iggy Pop | Get Your Shirt

Wollte nur mal schnell anmerken, dass Iggy Pop und Electronica der Marke Underworld ganz wunderbar zusammenpassen, und ich schon die ganze Woche auf Arbeit dazu beschwingt groovend durch die Etagen wackel. Wer möchte, darf gerne mitwackeln :)

Get your hands out of the dirt
Get your shirt
Be a president or clerk
Get your shirt, get your shirt
Cause nobody loves a jerk

Media Monday #353

Media Monday #353

Da ich heute nur faul auf dem Sofa herumlümmel und gelangweilt zwischen Netflix und Internet hin und her zappe, kann ich auch ja mal wieder ein bisschen was zum Media Monday von Wulfs Medienjournal dazusenfen. Wenn ich noch weiß, wie das geht…


1. An so einem verlängerten Wochenende mit Dreckswetter und einem Motivationslevel unterhalb der Frostgrenze weigere ich mich grundsätzlich, auch nur den großen Zeigezeh vor die Tür zu setzen.

2. Zombies und andere Wiedergänger sind inzwischen ausgelutschter als die Zitronenschnitze für meinen Earl Grey zum Frühstück. Damit lockt man zumindest mich nicht mehr aus dem Weltuntergangsbunker (ganz gaaaaanz wenige Ausnahmen bestätigen bloß die Regel).

3. Comedyhorrorautor Jeff Strand ist aus meinen persönlichen Favoriten absolut nicht mehr wegzudenken, schließlich gelingt es keinem anderen Schreiberling des fürchterbaren Genres dermaßen zuverlässig, mich gleichzeitig vor Vergnügen UND Entsetzen kreischen zu lassen. Was ich sehr genieße.

4. Es ist ja bei mir/uns regelrechte Tradition, dass der Blog monatelang brach liegt, nur um dann doch wieder in einem Strohfeuer an Aktivität aufzuflackern. Bin gespannt, wie lange ich diesmal durchhalte…

5. Diese ewigen Aprilscherze im Netz (und auch sonstwo) gehen mir einfach nur auf die Eierstöcke. Schon immer.

6. ____ ist ja eine dieser Meldungen, von der ich mir wünschen würde, es wäre mehr gewesen als bloß ein schlechter Scherz, schließlich ____ .

7. Zuletzt habe ich Man of Steel gesehen und das war ernüchternd, weil ich die ollen Filme mit Christopher Reeve sehr mag und trotz Vorwarnungen nicht darauf vorbereitet war, wie unglaublich schlecht diese Version des außerirdischen Helden in stahlblauen Strumpfhosen ist.